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Jetzt ist es fast vorbei...

Jetzt habe ich schon eine, für mich verhältnismäßig lange, Zeit nichts mehr geschrieben. In der letzten Zeit habe ich mich auch eher damit beschäftigt der Hitze zu trotzen und meine Hausarbeiten fertig zu schreiben. Heute habe ich die letzte beendet und alle per E-Mail an meine Professoren weitergeleitet. Ich bin gespannt was es dafür gibt. Plötzlich füllten sich die Seiten nämlich ziemlich schnell. Nachdem ich das verändert hatte, habe ich mich jeden Tag and eine halbfertige Hausarbeit gesetzt und einfach geschrieben bis sie fertig war. Das Ergebnis war hervorragend: Ein Tag – eine Hausarbeit.

So konnte ich dann auch am Dienstag zu Dianas Abschiedsparty gehen. Eigentlich wollte ich nicht lange bleiben, aber ich wollte mich auch auf dem Weg nicht verlaufen und zeitig da sein. Selbstverständlich habe ich mich verlaufen, war trotzdem noch verhältnismäßig zeitig da und bin trotzdem lange geblieben. Ich bin sogar noch mit in den Club gegangen, nachdem uns die Domakinka etwas unfreundlich vor die Tür gesetzt hat. Retro-Party, darunter hatte ich bisher immer eine Party mit Musik aus den 70gern, vielleicht noch den 80gern verstanden. Als dann nur Musik aus den 90gern gespielt wurde kam ich mir irgendwie sehr alt vor, hatte aber Spaß.

Am nächsten Tag wollte ich dann trotz kurzer Nacht und großer Hitze an meine Hausarbeiten weiterarbeiten. Nachdem die erste beendet war wollte ich eigentlich nur ein kurze Pause machen und sehen, ob danach vielleicht noch eine weiter zu schaffen ist. Als ich aber gerade auf dem Weg zurück in mein Zimmer war, hat mich Deni abgefangen und wir sind zusammen in die Uni gefahren. Sie wollte mich eigentlich mit in eine Vorlesung nehmen. Die Vorlesung ist ausgefallen und wir konnten Kaffee trinken gehen und uns unterhalten. Bei einem Spaziergang durch Sofia haben wir dann noch ein paar andere Erasmus-Studenten getroffen, uns der Gruppe kurzzeitig angeschlossen und sind dann für eine kurze Pause zurückgefahren. Später ging es dann zur nächsten Party. Chillout-Party auf dem Gelände der Sportakademie mit Wasserpfeife, Bier und Wein. Als es gegen 1 langsam kühl wurde auf dem Sportplatz dann noch weiter in einen Club und um 4 war ich dann auch wieder im Bett, allerdings nicht ohne versprochen zu haben am nächsten Tag zum deutsch-bulgarischen Stammtisch zu kommen und anschließend noch die Erasmus Party zu besuchen.

Am nächsten Tag habe ich es tatsächlich fertig gebracht eine weiter Hausarbeit fertig zu schreiben, meine Sachen zu packen und den deutsch-bulgarischern Stammtisch aufzusuchen. Der Stammtisch war unerwartet gut und ich könnte mich ärgern, dass ich das vorher immer verpennt habe, aber ich ärgere mich nicht. Das bringt nichts. Zur Party habe ich es dann nicht mehr geschafft. Den Stammtisch habe ich gegen halb 12 verlassen und versprochen nächste Wochen wiederzukommen und dann auch anschließend auf die Part zu gehen.

Am nächsten Morgen bin ich sehr zeitig aufgewacht, war viel zu früh fertig und viel, viel zu früh am Treffpunkt für den Trip nach Trigrad. Wenn sich jetzt der eine oder andere fragt wo das denn bitte ist, dann ist das berechtigt. Trigrad ist im Nirgendwo in den Rhodopes Bergen, also ganz dicht an der Grenze zu Griechenland. Die Fahrt war recht abenteuerlich, weil die Straßen steil und eng waren und der Bus kaputt. Soviel zum Thema deutsche Wertartbei ;-). Ich konnte zwar sehr gut lesen „Nothammer – Bei Gefahr Scheibe einschlagen“, es waren aber keine Nothammer da, aber die Gefahr hielt sich auch in Grenzen. Die meiste Zeit stand der Bus ja. Unterwegs haben wir dann das Banskovo Kloster und die Festung bei Assenovgrad besucht und ich hatte nie die richtigen Schuhe an. Turnschuhe auf der Straße hoch zum Kloster (viel zu warm) und Flip-Flops auf dem Weg zur Festung (lebensgefährlich auf den glatten Steinen am steilen Hang). Ich habe aber alles überlebt und wir kamen spät, weil unser Bus ja alle 50m stehen blieb, in unserer Unterkunft an. Die Unterkunft war so wie man sich eine alte kommunistische Herberge wohl vorstellen muss – sehr simpel, aber für zwei Nächte vollkommen ausreichend. Abends wurde dann noch bis spät gefeiert und am nächsten Morgen ging es wandern. Meiner Meinung nach können die Berge hier in Bulgarien locker mit denen in Norwegen mithalten und das Beste: Das Wetter ist schöner, also beständiger, denn es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter. Wir haben also stundenlang ein paar Seen gesucht, die irgendwo in den Bergen versteckt sein sollten. Horhe war vor 8 Jahren schon mal da. Die Seen waren am Ende allerdings eher bessere Tümpel, aber der Weg war eh das Ziel, und der war toll! Nach einer ausgedehnten Pause am See und einem kurzen Zwischenstopp mit hausgemachtem Joghurt in einer Berghütte ging es dann viel zu spät zurück. Und wir liefen und liefen und liefen, aber am Ende habe ich plötzlich den Bus gesehen. Ich bin schon etwas stolz, dass ich als erstes da war. Mein Schlüssel kam allerdings erst eine halbe Stunde später mit Paulina an.

Am nächsten Morgen ging es dann Höhlen besichtigen. In die erste bin ich noch mitgegangen. Man konnte schnell durchlaufen, es gab ein bisschen was zu sehen, aber man wurde nicht eingeschlossen und in der Höhle stundenlang von einem Führer über interessante Tropfsteinformationen aufgeklärt. Das war dann in der nächsten Höhle so, sodass ich draußen geblieben bin. Ich lasse mich nicht gerne in Höhlen einsperren und draußen hatte ich die Gelegenheit am Bach in der Sonne ein Buch zu lesen. Das gefiel mir um einiges besser. Das beste an der Höhle war sowieso der Weg dorthin. Die Straße ist so schmal, dass sie für Busse nicht passierbar ist, sodass wir die letzten 7km laufen sollten. Auf dem Hinweg wurden wir den größten Teil mit dem Auto gefahren, aber den Rückweg habe ich mit ein paar anderen ganz zu Fuß hinter mich gebracht. Die meisten anderen sind per Anhalter gefahren, auch eine Alternative.

Natürlich hat alles wieder viel länger gedauert als geplant, obwohl der Bus inzwischen heile war. In Plovdiv angekommen war es dann schon dunkel und nur Zeit für ein schnelles Abendessen und um 20 vor 12 waren wir wieder in Sofia. Auf dem letzten Stück der Busfahrt habe ich mit Paulina den Soundtrack zu MammaMia gehört und fleißig und falsch mitgesungen. Ich glaube die aufgedrehte Tschechin hinter mir, die vorher immer genervt hat, wollte tatsächlich schlafen. Schade.

Jetzt habe ich eine Fahrkarte für den heutigen Nachtzug nach Varna und für den am Mittwoch zurück, sodass ich mal ganz schwer hoffe, dass das Wetter schön ist die nächsten zwei Tage!

25.5.09 15:32
 



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